Yumi Ito Orchestra

 

Yumi Ito (composition, arrangement, vocals, piano) / Marina Tantanozi (flute, bassflute) / Sam Barnett (altosaxophone) / Enrique Oliver (tenorsaxophone, bassclarinet) / Victor Darmon (violin) / Hugo Van Rechem (viola) / Joachim Flüeler (cello) / Esther Sévérac (harp) / Kuba Dworak (doublebass) / Izabella Effenberg (vibraphone) / Phelan Burgoyne (drums)

 

Unter der Leitung der Schweizer Sängerin und Komponistin Yumi Ito vereinen elf internationale Musikerinnen und Musiker ihre hochkarätigen Talente in einem atmosphärereichen, eigenständigen und feinsinnigen Sound voller musikalischer Posie und Passion. Die ästhetischen, zuweilen sphärisch anmutenden Kompositionen hat die Bandleaderin, die in Zürich an der Zürcher Hochschule der Künste und in Basel am Jazzcampus Jazzgesang studierte und 2017 in die «Focus Year»-Band gewählt wurde, ihrem Ensemble auf den Leib geschrieben. Das Yumi Ito Orchestra ist 2017 aus Ito's Wunsch entstanden, für ein grösseres Ensemble zu arrangieren und das Instrumentarium eines klassischen Orchesters mit dem einer Jazzband zu kombinieren. Die Band, bestehend aus klassischen, orchestralen Instrumenten wie der Harfe, Streich-Trio, Querflöte, Bassklarinette und der Besetzung einer Jazzband, bestehend aus zwei Saxofonen, Vibraphon und Jazz-Rhythmsection, ermöglicht der Komponistin neue klangliche Möglichkeiten. Eingängige Gesangs-Melodien werden stimmig mit ausdrucksstarken Lyrics und ungewohnten Klangfarben des Orchesters kombiniert. 


“Schnörkellos und manchmal fast lakonisch kommt das Ganze daher, um Takte später bereits zu einem filigranen Klangteppich zu werden. Homogenität verstärkt diese eindringliche Atmosphäre, die sich der Welt der Worte vollständig entzieht. Vielleicht liegt es daran, dass sich Ito keinen musikalischen Konventionen unterwerfen mag und konsequent ihren Weg geht. Zwar sind ihre Kompositionen und Arrangements akribisch durchdacht und ausgefeilt, immer aber bleibt das Überraschende, das Schräge und das Unerwartete als stilbildendes Element erhalten“ (Renato Baggattini, 3.2.2018, Tages Anzeiger von Uster / Zürcher Oberländer)

"...Dass sich Ito nicht ausschliesslich der Klassik oder dem Jazz zuordnen lässt, wurde am Konzert offensichtlich. Elemente unterschliedlichen Ursprungs vereinten sich in ihrem Konzept als Ganzes. Bemerkenswert war die Art und Weise, wie bedacht die Mitglieder des Ensembles in das Gesamtgeschehen eingebunden waren. Jedem Einzelnen wurde eine klare Rolle zuteil. Eindrücklich waren zudem die gesangliche Performance Ito's sowie ihre Qualitäten als Dirigentin und Managerin- und nicht zuletzt als Entertainerin." (Luca D'Alessandro über das Konzert am BeJazz Winterfestival, 1.3.2019, JAZZ'N'MORE)

 

Yumi Ito Quartet

Yumi Ito (voc, comp, fx) / Szymon Mika (guit, fx) / Kuba Dworak (b) / Marton Juhasz (dr)

Die Musik des Quartetts lebt von Yumi Ito's ruhigen und intensiven Songs und Arrangements, die viel Freiraum für Improvisation und Gestaltung der Band lassen.
Ihre Kollegen lernte die Bandleaderin während des Focus Year Programms in Basel kennen. Der Schlagzeuger Marton Juhasz stammt aus Budapest und studierte am Berklee College of Music in den USA. Der mehrfache Preisträger spielte bereits mit Jazzgrössen wie Lionel Loueke, Gilad Hekselman, Robert Lakatos und Byron Wallen. Der Krakauer Gitarrist Szymon Mika gilt als einer der talentiertesten Gitarristen der europäischen Jazzszene. Er hat auf zahlreichen Alben mitgewirkt und dieses Jahr sein zweites Album als Bandleader mit seinem Trio (Max Mucha am Bass und Ziv Ravitz am Schlagzeug) veröffentlicht. Der polnische Bassist Jakub Dworak gehört zu den gefragtesten Bassisten Polens und spielte bereits mit Urszula Dudziak, Mika Urbaniak und Janusz Muniak. Zur Zeit ist er international unterwegs mit dem Bartosz Dworak Quartet und Tian Long Li Quartett.

Yumi Ito & Szymon Mika Duo

Yumi Ito (voc, comp) / Szymon Mika (guit, comp)

Die Schweizer Vokalistin Yumi Ito und der polnische Gitarrist Szymon Mika verbinden in ihrem neuen Duo Projekt gekonnt minimalistische, sphärische Klangflächen mit eingängigen Grooves und virtuosen Improvisationen. Neben Jazz lassen sich auch vielfältige Einflüsse der polnischen Volksmusik und Songwriting erahnen. Beide waren teil der internationalen, achtköpfigen Focus Year Band, welche von Wolfgang Muthspiel initiiert wurde. Während eines Jahres wurden sie täglich von berühmten Musikern wie Dave Holland, Steve Swallow, Lionel Loueke, Mark Turner und Becca Stevens gecoacht. Dabei meinte Steve Swallow, als er die beiden per Zufall im Duo spielen hörte: „ihr solltet unbedingt ein Duo machen!"

Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme und einer ausgeprägten Improvisationslust wurde die junge Schweizer Jazzsängerin Yumi Ito in kurzer Zeit von der talentierten Newcomerin zum gefragten Geheimtipp. Inzwischen macht Ito nicht nur als Jazzsängerin Schlagzeilen sondern auch als Komponistin und Arrangeurin für das 11-köpfige Yumi Ito Orchestra, ihr Duo mit Yves Theiler, ihr Yumi Ito Quartet und als Co-Leaderin im Duo mit Szymon Mika. Szymon Mika ist mehrfacher Preisträger (International Jarek Śmietana Jazz Guitar Competition, Grand Prix Jazz Nad Odrą u.v.a.) und wirkte auf zahlreichen Alben mit. Er gilt als einer der talentiertesten Jazz-Gitarristen in Europa und veröffentlichte soeben sein zweites Album als Bandleader mit seinem Trio zusammen mit Max Mucha am Bass und Ziv Ravitz am Schlagzeug.

 

 

Duo Yumi Ito | Yves Theiler


Yumi Ito (voc, comp) / Yves Theiler (p,comp)

Yumi Ito, Schweizerin mit polnisch-japanischen Wurzeln und der Zürcher Yves Theiler gehören zu jenen seltenen Ausnahmen, die schon in jungen Jahren ganz bewusst ihre eigenen Wege gehen. Vorgespurte, ausgetretene Pfade sind nicht ihr Ziel. Die Vokalistin und der Pianist schlagen vielmehr Richtungen ein, die zwar auf Tradition und Bewährtem aufbauen, dank musikalischer Neugier und ihrem Können jedoch weit darüber hinaus in Neuland weisen und sich ganz aus ihren eigenen Persönlichkeiten ergeben: Ypsilon, der Anfangsbuchstabe ihrer beider Vornamen verweist darauf.

Yumi und Yves starten im Duo zu sechs gemeinsamen Abenteuern: Je drei vier- bis achtminütige Eigenkompositionen haben beide ins Studio mitgebracht. An einem einzigen Tag wurden sie eingespielt und aufgenommen, frisch klingende Songs von beeindruckender Spannweite und schöner Intensität, Themen, die in der Improvisation zusammen weiter entwickelt werden, vom wunderbar sensibel begleiteten einfachen Lied mit berührenden Unisono-Passagen bis hin zu aufgelösten Lautgeräuschen aus stimmakrobatischen Wort- und Vokalfetzen mit Schnalzen, Flüstern, Glucksen und Kreischen, musikalisch, beeindruckend und in allen Lagen. Fast durchwegs sorgt das Klavier für mitreissende Rhythmik, nimmt sich aber, wo nötig und in der richtigen Dosierung, zurück, um anderseits die Töne herrlich fliessen, im Solo und virtuos quirlen zu lassen, dass es eine Freude ist. Mal hat das Duo perkussiv, mal mit einer zweiten Stimme seine Artikulation zusätzlich betont – alles im authentischen, unverfälschten Bereich.

Was vor fünf Jahren an Jam-Sessions begann, setzten Yumi und Yves schon bald sowohl im Quartett als auch im Duo mit der Ernsthaftigkeit fort, die beiden auf ihrem musikalischen Weg gemeinsam ist. Dabei zeigen sie besonders auch zu zweit zusätzlich zu ihrer Musikalität eine aussergewöhnliche Experimentierfreudigkeit und eine Risikobereitschaft, die ihren Songs Präsenz und Unmittelbarkeit verleiht. Auf der Basis gegenseitigen Vertrauens, das ihrer Musik hörbar innewohnt, starten sie frisch und frei und konzentriert in ihre Lieder mit und ohne Worte, stets behutsam auf einander achtend, lassen sich musikalisch auf die Äste hinaus – und präsentieren ihr inspiriertes erfreuliches Debüt-Album: Ypsilon.

Basel im April 2017/Steff Rohrbach